Hannelore Hering brachte den SchülerInnen Finger- und Handgestenspiele nahe

SchülerInnen beim Finger- und Handgestenspiel

SchülerInnen beim Finger- und Handgestenspiel

Große Spannung herrschte in der Klasse 1 BKSP 2. Hannelore Hering, ehemalige Kollegin an der Fachschule für Sozialpädagogik und Expertin für Spielpädagogik, hatte zugesagt, mit den Schülerinnen einen Nachmittag zum Thema „Finger- und Handgestenspiele“ zu gestalten.
Dass sie durch und durch mit der Materie vertraut ist, bewies sie in ihrer lebendigen Vermittlung von Theorie und Praxis. Neben der Erläuterung der Bedeutung von Fingerspielen, brachte sie auch Bewertungskriterien nahe und bezog die Schülerinnen immer wieder mit ein. Bekanntes (aus der Praxis) konnte somit hervorragend eingeflochten werden.
Fingerspiele sind Kommunikationsmittel, dies vermittelte die Expertin sehr anschaulich und betonte: „Kinder erleben Beziehung, Zuwendung, das Gefühl der Geborgenheit und den Körperkontakt“.
Die Koordination von Sprache und Bewegungen wurde mit viel Spielfreude geübt, so auch bei folgendem Fingerspiel: Hick und Hack die beiden/können sich manchmal nicht leiden/puffen sich und knuffen sich/so richtig zwergenwiderlich/strecken sich die Zunge raus/bis einer läuft dann schnell nach Haus/Hack schreibt `nen Brief./“Ach mein lieber Hick/bald komme ich zu Dir zurück/dann wollen wir, hör zu ich sag`s/uns knuffen nur noch donnerstags“.
Dass Fingerspiele Spaß bereiten und keinen Leistungsdruck erzeugen (sollen), machte Hannelore Hering immer wieder deutlich. „Die Kinder können mitspielen, wiederholen und eine humorvolle, fröhliche Atmosphäre regt an und macht Mut mitzumachen“, betonte sie.
So wurden spielerisch die Nebensitzerinnen begrüßt mit dem Handgestenspiel: Guten Tag Frau Nebenmann/sieh dir meine Faust mal an/Da wachsen ja fünf Finger raus?/Sieht das nicht wie eine Blume aus?/Nein, ich glaub die Dinger/sind ja meine Finger/mit denen ich dich kitzeln kann/Guten Tag Frau Nebenmann.

SchülerInnen beim Finger- und Handgestenspiel

SchülerInnen beim Finger- und Handgestenspiel

Frau Hering erläuterte auch die Bewertungskriterien zu Fingerspielen wie Werte, gesellschaftliche Normen, Sprache, Verniedlichung, Heile -Welt -Sicht, Bedrohung, Gewalt, Beschimpfung, Moral und nannte hierzu Beispiele.
Zum methodischen Einsatz betonte Hannelore Hering, dass Fingerspiele mit erzählenden Sätzen ein und fortgeführt werden sollen und für Kinder so motivierend sind..
Die Schülerinnen hatten dann Gelegenheit in Kleingruppen Fingerspiele auszuwählen, zu spielen und die erzählenden Sätze einzubauen. Anschließend stellten sie dann mit viel Freude ihre Umsetzung vor.
Auch praktische Tipps, z. B. Impulse zur methodischen Gestaltung, fanden sogleich ihre Anwendung und wurden von den Schülerinnen dankbar angenommen.
Der Nachmittag endete mit einem großen Applaus für die informativen und lebendigen Unterrichsstunden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.