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Oktober 2018

Vierter Frankreichaustausch der Matthias-Erzberger-Schule war nachhaltig unterwegs

Für die zweite Oktoberwoche hatte sich eine 15-köpfige Delegation des Lycée Amblard aus Valence an der Matthias-Erzberger-Schule angekündigt. Ziel war es, das im März in Frankreich begonnene Thema weiter zu vertiefen. Vor den Osterferien waren 15 deutsche Schülerinnen und Schüler für ebenfalls eine Woche an die Valencer Partnerschule aufgebrochen. Nun hatten die Biberacher Gastgeber die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsaspekte ihrer Schule und unserer Region zu präsentieren. Damit das Thema nicht nur Theorie bleiben sollte, hatten sich die organisierenden Lehrer vorgenommen, sich nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit den schuleigenen Fahrrädern fortzubewegen. Der Plan ging auf. Die Schlechtwetter-Variante konnte in der Schublade bleiben. So stimmte sich die 30-köpfige deutsch-französische Gruppe gleich am Montag mit einer zweistündigen Radtour durch das Ummendorfer Ried auf das Thema Nachhaltigkeit ein. Für die Anstrengung wurden die Gäste und Gastgeber mit sommerlichen Temperaturen belohnt. Die Schüler aus Valence staunten nicht schlecht, dass der Oktober in Oberschwaben sich so intensiv von der sonnigen Seite zeigen kann.
Neben den offiziellen lokalen Begrüßungen an der Schule und im Rathaus war die Reisegruppe auch am Friedrichshafener Umweltschutzamt eingeladen. Hier nahm man Bürgerbeteiligung ernst, indem die Schüler nicht nur theoretisch über Aspekte der Nachhaltigkeit aufgeklärt wurden. Vielmehr stand das World Café unter dem Leitgedanken des Sharings: Sein bisher vorhandenes Wissen zu teilen, bereite den Jugendlichen sichtlich Freude. Hierfür sorgten besonders die praktischen Arbeitseinheiten im Landratsamt des Bodenseekreises mit seinem direkten Seeblick. Eine Messstation bestimmte zum Beispiel den momentanen Energieverbrauch der eigenen Smartphones. Was nachhaltige Landwirtschaft bedeuten kann, wurde den Reisenden auf dem Acker der Solawi Bodensee e.V. deutlich. Kurze Wege und ein saisonaler Speiseplan nach ökologischem Anbau überzeugten die Jugendlichen. Besonders das Credo des Vereins, dass nicht nur reiche Menschen ökologisch angebautes Essen auf den Tisch bekommen sollen, beeindruckte die Schülerinnen beider Länder. Diese Möglichkeit hängt bei der solidarischen Landwirtschaft mit einem speziellen Bieterverfahren zusammen. Jeder kann und soll das geben, was ihm das Essen buchstäblich wert ist.
Auch im Projektablauf wurde das Thema Nachhaltigkeit ernst genommen. Was vor Ort vorhanden ist, wurde aufgegriffen und genutzt. So erhielten die französischen und deutschen Schüler eine Führung an der benachbarten Gebhard-Müller-Schule. Das dortige innovative Energiekonzept mit Grundwasser als Hauptwärmequelle und einem ausgeklügelten System aus Wärmepumpen begeisterte die Jugendlichen aus Frankreich und Deutschland gleichermaßen. Am letzten Tag schloss das Projekt mit einem Werkstatt-Tag an der Matthias-Erzberger-Schule ab. Jetzt sollte das praktisch und beispielhaft umgesetzt werden, was seit März in Valence und seit Beginn dieser Woche in Biberach behandelt worden war. Und so entstanden in liebevoller Arbeit 30 individuelle Insektenhotels, die im Frühjahr an 30 französischen und deutschen Hauswänden ihren Platz finden sollen. Sicher werden sie dort noch hängen, wenn die Schülerinnen und Schüler dieses Austauschs schon längst ihren Weg ins Berufsleben gefunden haben werden. Die Beteiligten sehen es als Symbol dafür, dass das Thema Nachhaltigkeit weitergeht – weil es weitergehen muss.

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