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Januar 2019

100 Jahre Waffenstillstand – auf den Spuren Matthias Erzbergers in Frankreich

 

Zwei Tage früh aufzustehen, hinderte unsere Schülerinnen und Schüler nicht daran, sich am Wochenende des 11. November auf Spurensuche nach Frankreich zu begeben. Anlass war eine Einladung des Centre Culturel Eurpéen St. Martin in die Gemeinde Dom-le-Mesnil, in den französischen Ardennen.
Während in unseren Breiten der 11.11. traditionell stark mit Sankt Martin verknüpft ist, ist dieses Datum in Frankreich stark mit dem Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges verbunden. Im französischen Wortschatz findet sich dafür der Begriff „la grande guerre“ (der große Krieg), was die starke Verwurzelung im kulturellen Gedächtnis ausdrückt. Denn der Kriegsschauplatz des 1. Weltkrieges lag weitestgehend in Frankreich. Und auch die Zahl der Toten ist im Vergleich zu den Deutschen erheblich höher. Hinzu kommt, dass man auf beiden Seiten davon ausging, „an Weihnachten wieder zu Hause“ zu sein – wie wir aus Berichten von Zeitzeugen entnehmen konnten. Der 1. Weltkrieg sollte indes 4 Jahre andauern.
Am 11.11.1918, in diesem Jahr vor 100 Jahren, wurde das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet – für das Deutsche Reich vom Namensträger unserer Schule. In Frankreich wurde dieses Ereignis groß gefeiert, an einem Ort in den Ardennen waren Schülerinnen und Schüler der beruflich-gymnasialen Mittel- und Oberstufe der Matthias-Erzberger-Schule, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse des Biberacher Pestallozi-Gymasiums, aktiv mit dabei.
Am frühen Nachmittag des 10. November trafen die eingeladenen Jugendlichen aus Amiens, Biberach und Worms in Dom-le-Mesnil ein. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister erarbeiteten sie in Workshops ihre Beiträge für die Zeremonie. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sollten mit einer szenischen Darstellung wichtiger Etappen aus dem Leben Matthias Erzbergers die Feierlichkeit auf beeindruckende Weise bereichern. Nach einem „Marsch für den Frieden“ (Marche de la Paix) ging es spät am Abend zur Unterbringung ins Lycée Agricole Saint-Laurent, bevor es am nächsten Morgen wieder hieß, sehr früh aus den Federn zu sein. Denn am 11.11. sollten um 5.12 Uhr die Glocken der Ortskirche läuten, zur Zeit der Unterzeichnung des Waffenstillstands vor 100 Jahren, in der Nähe von Compiègne.
In ehrwürdiger Stille und mit einer religiösen Zeremonie begann dieser historische Tag in einer Kirche, die dem heiligen Martin geweiht ist. Bewusst war diese Verbindung – in einem Land mit Trennung von Kirche und Staat – gesetzt worden: die Symbolfigur des Teilens mit dem Ende des 1. Weltkrieges zu verbinden. Und so wurde Dom-le-Mesnil im Laufe der Feierlichkeiten als „internationale Kommune des Teilens“ (Commune internationale du partage) ausgezeichnet. Die Skulptur „Le Manteau Partagé“ des Künstlers Michel Audiard soll daran dauerhaft erinnern – und jungen Menschen aus aller Welt diese Verpflichtung wachhalten.
Voller Eindrücke – aber auch müde – kehrten die Biberacher Schülerinnen und Schüler am Sonntagabend zurück. Doch auch noch Wochen später waren sie sich einig: „Die Fahrt war intensiv, aber es war eine tolle Reise. Wir haben viel erfahren von unserem Namensträger und die gemeinsame Projektarbeit hat uns zusammengeschweißt“, wie eine Rückmeldung zur Fahrt bespielhaft lautet.

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