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Oktober 2019

Projekt „bauchgefühl“

 

Zu Beginn des neuen Schuljahres gab es an der Matthias-Erzberger Schule ein Präventionsprojekt zum Thema Essstörungen.
In einer Zeit, in der uns durch Instagram, Facebook und Co. vorgespielt wir, wie wichtig (und einfach) Schönheit ist, sollte verstärkt auch gezeigt werden, dass es in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein. Deshalb wurde an der Schule das Projekt „BKK bauchgefühl“ von der BKK VerbundPlus durchgeführt.
Den Auftakt des Projektes machte die Konzertlesung „Musik trifft Roman“ in der Biberacher Stadthalle, an welcher alles interessierten Klassen der Matthias-Erzberger Schule teilnehmen konnten.
Fast 350 Schülerinnen und Schüler lauschten den Worten von Jana Crämer, die aus ihrem Buch „Das Mädchen aus der 1. Reihe“ vorlas. Jana leidet unter Binge Eating, einer unkontrollierten Fresssucht und hat in diesem Buch ihre Geschichte festgehalten. Sie ist sich bewusst, dass dieses Thema eine besondere Schwere besitzt, denn sie spricht über das Zusammenleben mit dem alkoholkranken Vater, über Fressattacken, Mobbing und ihrem Selbsthass. Sie spricht aber auch über die Glücksgefühle bei den Konzerten ihrer Lieblingsband und den einzigartigen Stellenwert von Freundschaft.
Wo die Worte von Jana Crämer aufhören, beginnt die Musik von Batomae. David, dessen Künstlername Batomeae ist, spielte bis Ende 2016 noch bei der Band Luxuslärm. Mittlerweile begleitet er seine beste Freundin Jana bei diesen Konzertlesungen mit seiner Musik. Ob bereits bekannte Songs, wie von Milow, oder eigene, wie „Niemand ist wie du“ oder „Unvergleichlich“, die Songs kamen an und machten es für die Schüler zu etwas Besonderem.
Das Ziel der Konzertlesung war es, für das heikle Thema Essstörung zu sensibilisieren, aber auch daran zu erinnern, dass Menschen mit Fehlern und Makeln das Leben lebenswert machen und dass Freundschaft wichtig ist und nicht durch Emojis zu ersetzen ist – Gefühle sind nicht uncool.

Für die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 12 des Gymnasiums ging es nach dieser Konzertlesung mit drei Vertiefungstagen zum Thema Essstörung weiter.
An zwei sogenannten Workshop-Tagen wurde das Thema Essstörungen und Körperkult für die Schüler und Schülerinnen näher erläutert. Es ging dabei unter anderem, was sind Essstörungen und was für Formen gibt es. Aber auch wie Werbung manipuliert und wie man mit Betroffenen umgehen kann.
Am dritten Tag, dem Gesundheitstag, hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, über einen leichten Zugang, sich mit dem Thema Ernährung/ Körper auseinanderzusetzen.
Es gab für sie an der Schule die Möglichkeit, in einem Escaperoom mit allerlei Fragen zum Thema Ernährung einen Ausgang zu finden; im Achtsamkeitsparcous über schmecken, riechen, tasten und hören die Ernährung mit dem Körper zu verbinden; oder auf der Slackline das eigene Körpergefühl zu testen.

Um nicht nur die Schüler und Schülerinnen für das Thema Essstörungen zu sensibilisieren, gab es auch eine Lehrerfortbildung, in welcher es zu Beginn auch um das Thema Essstörung und Körperkult ging. Im Anschluss erfuhren die Lehrerinnen, wie sie das Thema präventiv in den Unterricht einarbeiten können.

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