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Aktuelles
November 2025
Die MES reist mitten durchs Reich der Mitte
Seit nunmehr zehn Jahren besteht die enge Freundschaft zwischen der Hangzhou Greentown Yuhua School und der Matthias-Erzberger-Schule – eine Partnerschaft, die längst zu einer festen Tradition geworden ist. Auch in diesem Oktober machte sich wieder eine Delegation der MES auf die lange, aber spannende Reise nach China. Zur siebten Auflage des Schüleraustauschs reisten 29 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit vier Lehrkräften voller Vorfreude zunächst in die internationale Handelsmetropole Shanghai.
Die Stadt, Sinnbild des modernen Chinas mit ihren leuchtenden Wolkenkratzern, geschäftigen Einkaufsstraßen und pulsierendem Leben, war für die Jugendlichen der erste Berührungspunkt mit einem faszinierenden Land zwischen Hightech und Tradition. Neben der Begegnung mit buddhistischen Tempeln und jahrtausendealter Hochkultur warteten vor allem die kulinarischen Abenteuer: nachdem der Umgang mit Essstäbchen geübt war, wurde mutig probiert – manches für gut befunden, anderes für immer vom Speiseplan gestrichen. Praktisch erwies sich dabei die drehbare Tischplatte, dank der Lieblingsgerichte stets wieder in Reichweite waren. Auch der begleitende Guide lernte etwas dazu, als er überrascht feststellte, dass Qualle für deutsche Jugendliche offenbar kein vegetarisches Gericht ist.
Nach dem ersten Ankommen in China stand das Wiedersehen mit den Austauschpartnern in Hangzhou auf dem Programm – rund 170 Kilometer von Shanghai entfernt. Die Schülerinnen und Schüler der Hangzhou Greentown Yuhua School hatten bereits im Juli Biberach besucht, natürlich pünktlich zum Schützenfest, und so war die Wiedersehensfreude groß. Mit Bannern, Fähnchen und herzlichem Lachen wurde die Delegation wie alte Freunde empfangen, bevor die Gäste in das Familienleben ihrer Gastgeber eintauchten. Traditionell fällt der Besuch der MES mit dem Internationalen Kulturfestival der Partnerschule zusammen. Jedes Jahr reisen dafür Schülergruppen aus aller Welt an, um gemeinsam die Vielfalt der Kulturen zu feiern – ein Rahmen, der perfekt zum internationalen Profil der MES passt. Auch die Biberacher Delegation begeisterte das Publikum mit einem einstudierten Tanz. Die Tage in Hangzhou vergingen wie im Flug. Auf dem abwechslungsreichen Programm standen unter anderem der Besuch der renommierten Xihu-Universität, Ausflüge zum romantischen Westsee und in die historische Altstadt sowie Einblicke in den chinesischen Schulalltag. Spätestens beim Gedanken an Unterricht bis 21 Uhr und auch am Sonntag wussten viele die Freiheiten des deutschen Schulsystems neu zu schätzen.
Nach einer erlebnisreichen Woche rückte der Abschied näher – tränenreich, aber nicht endgültig, denn das Abenteuer war noch nicht vorbei. Mit dem Nachtzug ging es in 17 Stunden quer durchs Land bis nach Guilin. Die Fahrt war lang und ungewohnt, aber am Ziel wartete eine Landschaft, deren Schönheit weit über Chinas Grenzen hinaus berühmt ist: die bizarren Karstberge, am eindrucksvollsten bei einer Schifffahrt auf dem Li-Fluss. Auch Ausflüge in umliegende Dörfer, Reisterrassen und Gärten ließen die Reisenden staunen und durchatmen, bevor die Sehnsucht nach dem Stadtleben sie weiterzog.
Zum ersten Mal führte die Chinareise der MES schließlich nach Hongkong – zur Creative Secondary School (CSS), mit der bereits seit Jahren ein lockerer Kontakt bestand. Dank beiderseitiger Bemühungen kam es nun zum ersten persönlichen Austausch. Einen Tag lang durften die Schülerinnen und Schüler den Schulalltag in Hongkong erleben, am nächsten Tag gemeinsam mit ihren neuen Freunden die faszinierende Metropole im Rahmen einer Stadtrallye erkunden. Die einhellig positive Resonanz bestärkt die Hoffnung, dass der Austausch mit der CSS künftig ein fester Bestandteil der Chinareise wird – und vielleicht schon bald eine Delegation aus Hongkong Biberach besucht.
Glücklich, aber müde, trat die Gruppe schließlich die Heimreise ins herbstliche Deutschland an. Über einen nächtlichen Zwischenstopp in Beijing, bei dem der Blick auf die Chinesische Mauer leider verwehrt blieb, landete sie in Frankfurt, wo der Bus der Firma Bottenschein-Reisen – maßgeblich an der Organisation beteiligt – bereits wartete.
Das MES-Organisationsteam blickt voller Vorfreude auf den achten Durchgang im kommenden Jahr. Denn ein Schüleraustausch nach China bietet Jugendlichen die seltene Gelegenheit, eine völlig andere Kultur unmittelbar zu erleben, Vorurteile abzubauen und globale Zusammenhänge mit allen Sinnen zu begreifen. Die Verbindung aus Schulalltag und Rundreise fördert Selbstständigkeit, Offenheit und Neugier – Erfahrungen, die weit über die Schulzeit hinaus wirken und junge Menschen zu echten Weltbürgern machen.
ÖFFNUNGSZEITEN SEKRETARIAT
Mo.-Do.: 7:15 - 12:15 Uhr
14:00 - 16:00 Uhr
Fr.: 7:15 - 12:15 Uhr














